Endlich habe ich eine! Eine neue persönliche Website und einen neuen Blog für ein paar gelegentliche Gedanken, falls es jemanden interessiert … Lange trug ich die Idee mit mir herum, eine bescheidene persönliche Website mit einigen Informationen über mich und vielleicht mit einer Geschichte oder einem Erlebnis einzurichten, die bzw. das einen Kommentar wert wäre. In der Vergangenheit hatte ich bereits Websites, als ich das Internet noch so neugierig entdeckte und bestaunte. Die aktuelle Adresse jakasubo.info habe ich vermutlich schon vor etwa zwanzig Jahren zum ersten Mal registriert. Damals sprach ich voller Enthusiasmus über allerlei Dinge, doch das war eher ein Zeitvertreib als etwas anderes.
Diesmal wusste ich lange Zeit nicht genau, worüber ich überhaupt sprechen und was ich vorstellen sollte.
Um ehrlich zu sein, bin ich weder so wichtig noch so bekannt, dass ich eine Website haben und regelmäßig über alles Mögliche berichten müsste. Im Grunde bin ich einfach Jaka … Nun ja, das SSKJ definiert „Jaka“ auch als eine ungeschickte, wenig einfallsreiche Person, trotzdem hoffe ich, dass ich nicht nur das bin. Mir ist auch bewusst, dass es vielleicht immer mehr ähnliche Inhalte und Kommentatoren gibt. Irgendwann kam mir vielleicht der Gedanke, dass ich doch gelegentlich etwas zu sagen habe und dass alles, was ich im Laufe der Jahre tue, vielleicht doch ein gewisses Gewicht und Echo bekommt. Mich interessieren schließlich viele Dinge, und ich gehe sie auf meine Art an, auch wenn ich manches manchmal eher für mich und vorsichtig tue. Manchmal erledige ich für jemanden auch etwas, was andere nicht tun würden, und manchmal kommt es mir vor, als müsse man erzählen, wie etwas gemacht wurde und warum. Nicht um des Lobes oder der Kritik willen, sondern einfach als Erinnerung daran, dass etwas notwendig und möglich ist.
Ich habe bereits viele merkwürdige Situationen wahrgenommen, die mich erschüttert, zum Lachen gebracht oder geärgert haben – wie auch immer. Ich begann zu entdecken, dass ich bei allem, was ich tue, eine eigene Sichtweise habe, die mir etwas ruhiger erscheint als der heutige allgemeine Wahnsinn und das Geschwätz, wenn Sie so wollen, obwohl auch ich selbst dazu gehöre. Aber ich möchte vor unserer Zeit nicht davonlaufen, denn es ist nun einmal unsere Zeit … Ich kann sie nur betrachten und kommentieren. Das begreife ich selbst allmählich, und von Zeit zu Zeit fragt mich jemand zu diesem oder jenem oder bittet mich um Hilfe. Oder umgekehrt. Vielleicht könnte ich jemandem etwas erzählen. Vielleicht habe ich diesmal tatsächlich etwas zu sagen.
Dann traf es mich noch einmal. Das Wesentliche an dem, was ich tue und was ich bin, ist vor allem eine unbewusste Spannung zwischen Recht und Alltag. Wegen meiner Mobilitätseinschränkung stoße ich im Leben häufig auf den Unterschied zwischen dem, was auf dem Papier steht, und dem, was in der Praxis geschieht. Zwischen dem, was ist oder sein sollte, dem, was man uns zunächst – auch in guter Absicht – verspricht, und dem, was dann tatsächlich entsteht. Oder einfach zwischen Arbeit und Freizeit. Am Ende komme ich immer noch nicht auf den Gehweg oder zur Physiotherapie, von der angeblich alle verstehen, dass ein Mensch mit Behinderung sie braucht. Das Wort „behindert“ ist hier bewusst gewählt. Eines Tages wurde mir also klar, dass ich darüber schreiben und Ihnen gelegentlich einen kleinen Ausschnitt aus meiner Welt erklären kann. Und wieder nicht nur deshalb, weil ich alles bereits Geleistete verachte oder beharrlich auf Fehler hinweisen möchte. Es sind vor allem meine Aufzeichnungen darüber, dass ich etwas anders gemacht habe und dass das für mich genug ist.
So entstand noch eine meiner Websites – Jaka Šubic – zwischen Recht und Alltag. Diesmal ist es, wie ich hoffe, ein meinem Alter entsprechendes, etwas ernsteres Projekt, das vielleicht etwas länger unter uns bleiben wird.
Diese Website dient also meiner kurzen persönlichen Vorstellung, vor allem aber der gelegentlichen Diskussion über all das, was mich mit der Welt und den Menschen um mich herum verbindet. Sie ist nicht bloß ein Ort für die Aufzeichnungen einer Person, damit das zu hören ist, was anderswo ungesagt bleibt, und auch kein Ort, an dem jemand besonders ist und Aufmerksamkeit braucht. Ich möchte sagen, dass jemand nicht besonders oder besonders tiefgründig ist, nur weil er ein paar bescheidene Dinge so tut, wie ich selbst. Erst wenn wir verstehen, dass etwas nicht besonders ist und keiner besonderen Aufmerksamkeit bedarf, weil es uns allen widerfährt – erst dann werden wir gemeinsam besondere Dinge tun können, die besonders sind, weil sie großartig sein werden, und nicht nur deshalb, weil sie vielleicht jemand schafft, den wir in diesem Moment hier nicht erwarten.
Das soll als langweilige Einleitung zur Eröffnung dieser Website genügen. Die Seiten sind vielleicht noch nicht ganz fertig und werden ihre endgültige Form und ihren endgültigen Inhalt erst noch erhalten. Deshalb hoffe ich, dass Sie sich weiter umsehen und nicht schon davonlaufen, bevor wir etwas Kluges zusammengeschmiedet haben!
Willkommen und danke!
