Jaka Šubic

Runder Tisch zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen

Runder Tisch zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen

Heute habe ich in Škofja Loka an einem Runden Tisch zum Thema Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen teilgenommen. Die Veranstaltung wurde vom Rotary Club Škofja Loka und der Grundschule Jela Janežič organisiert. Ich stellte kurz meinen eigenen Weg in die Beschäftigung als Beispiel guter Praxis vor.

In Slowenien bleibt die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen ein sehr drängendes Problem. Noch immer sind nur sehr wenige Menschen mit Behinderungen beschäftigt, und der Zugang zur ersten Arbeitsstelle ist schwierig.

Alle Teilnehmenden waren sich einig, dass noch zu wenige Menschen mit besonderen Bedürfnissen beschäftigt werden. Obwohl die gesetzlichen Lösungen relativ gut sind, fehlt es in der Praxis weiterhin an Verständnis. Meiner Ansicht nach ist die größte Schwierigkeit die „Bürokratisierung“: Selbst die Beteiligten, die den Beschäftigungsprozess von Menschen mit Behinderungen unterstützen sollten, haben oft keinen ausreichenden Bezug zur Praxis mit konkreten Menschen mit Behinderungen und zum Arbeitsmarkt.

Bei der Veranstaltung sprach ich darüber, dass Arbeitgeber manchmal auch aus Angst vor der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen zurückschrecken, weil sie mit einer Fülle bürokratischer Anforderungen oder auch mit den vielen Möglichkeiten überschüttet werden und sich der Prozess dadurch unnötig verkomplizieren kann. Manchmal lässt sich eine Angelegenheit im Zusammenhang mit einem Menschen mit Behinderung sehr einfach lösen, auch wenn dafür natürlich viel Unterstützung und verschiedene gesetzliche Möglichkeiten erforderlich sind. Die besten Lösungen bietet manchmal bereits ein entspanntes, direktes Gespräch zwischen dem Arbeitgeber und dem künftigen Arbeitnehmer mit Behinderung.

Ein weiteres Problem, das ich nach wie vor beobachte, ist, dass Menschen mit Behinderungen bei uns noch immer wegen ihres Status oder von Quoten eingestellt werden oder einfach deshalb, damit sie sich irgendwie einbezogen fühlen. Das ist eine falsche Denkweise und vielleicht ein Grund dafür, dass Menschen mit Behinderungen selbst nicht zu einer regulären und damit auch produktiven Beschäftigung motiviert sind. Menschen mit Behinderungen sollten vor allem deshalb beschäftigt werden, damit sie für sich selbst sorgen und wie alle anderen aktiven Bürgerinnen und Bürger zur Gesellschaft beitragen können. Eine Beschäftigung kann auch eine Möglichkeit sein, sich auszudrücken – nicht nur als Mensch mit Behinderung, sondern als Mensch. Es geht also nicht mehr nur um bloße Inklusion, sondern auch um ein allgemeines Verständnis einer offenen Gesellschaft.

Das ist natürlich eine viel umfassendere Geschichte, aber so viel kurz zusammengefasst, denn auch die Veranstaltung war kurz. Unten ist noch ein kurzer Beitrag von RTV Slovenija über die Veranstaltung. Das eingebettete Video ist nur auf Slowenisch verfügbar:

Beitrag aus der Sendung Slovenska kronika (Slowenische Chronik), 22.10.2024